2026/Italien/Malta

Erst zum Vancheck, dann bis Malta

1Sa, 12. September 2026
Berlin - Wechmar
 
344 km

Los geht's nach Süden! Aber zuvor soll ja noch bei Freundship der "Vancheck" gemacht werden. Auf dem Weg dorthin bei angenehmem Reisewetter bis Thüringen an einen kleinen Stausee. Die Einheimischen angeln und grüßen freundlich, alles sehr beschaulich.

2So, 13. September 2026
Wechmar - Glauburg
 
210 km

Nach regnerischer Nacht ging es weiter durch den Regen bis zur Keltenwelt am Glauberg. Hier gibt es einen kostenlosen Stellplatz, nur wenige Kilometer von Freundship's Paradise, dort habe ich morgen meinen Vancheck-Termin. Das Museum zeigt die Ausgrabungen am Berg und hat eine Panoramaterrasse mit schönem Blick in die Hügellandschaft. Kaffee und Kuchen gab es auch noch.

3Mo, 14. September 2026
Glauburg - Ilbenstadt - Oy-Mittelberg
 
441 km

Um 9 Uhr dann bei Dominik auf seinem Paradise. Er hatte schon im Februar aufgerufen, Selbstausbauten beim ihm vorzustellen. Dazu hatte ich Lust und heute wurde das Video dann aufgenommen. Zum Spaß und um die Community auf Youtube zu Kommentaren zu animieren, gibt es ein Punktesystem - die Punkte werden wohlmeinend von ihm vergeben und so kam ich auf 83 von 100. Das ist in seiner Vancheck-Reihe die bisher zweithöchste Punktzahl und es macht mir auch viel Freude, wenn die viele Arbeit, die der Ausbau gemacht hat, so freundlich gewürdigt wird.

Nach rund zwei Stunden verließ ich seinen Hof wieder, auf der Autobahn fuhr ich noch bis ins Allgäu auf einen park4night-Platz. Genug erlebt.

4Di, 15. September 2026
Oy-Mittelberg - Samnaun - Reschen/Resia
 
239 km

Den ganzen Tag über wolkenloser Himmel, vom Stellplatz auf 850 m ging es heute zunächst zum ganz in der Nähe gelegenen Beginn der Route DE 69 aus dem "Offroad-Atlas". Es war dann aber eine völlig harmlose kleine Schotterstrecke, die für Fahrzeuge aller Art befahrbar ist. Einen kleinen Abstecher, um noch etwas mehr durch das Allgäu zu fahren, ist es allemal wert gewesen. Via Österreich ging es weiter über den Fernpass ins schweizerische Samnaun, auf 1.850 m gelegen, durch die Alpenlandschaft. Samnaun ist zollfreie Region mit erholsamen 1,76 €/l für den Diesel, Grappa und Whisky sind jetzt auch an Bord. Wieder in Österreich war die Strecke zum Reschenpass gesperrt, die Umleitung führte noch einmal in die Schweiz über wiederum "anspruchsvolle Bergstraßen" (lt. Beschilderung). Am Reschensee konnte ich den aus dem Wasser ragenden Kirchturm von allen Seiten fotografieren, anders als 2015. Der Wasserstand ist heuer so niedrig, dass ein Damm aus dem See auftaucht, so dass sich der Turm umrunden lässt. Die Stellplatzsuche rund um den See war erfolglos, entweder Verbotsschilder oder völlig überteuerte 30 € für einen lauten Schotterplatz. Ein Stück zurück, direkt an der Grenze auf italienischer Seite dann die Pizzeria Irene. Hier konnte ich für 21 € lecker Essen und dafür gratis übernachten.

516. September 2026
Reschen/Resia - Meran/Merano - Karersee
 
141 km

In Bozen beginnt die "Große Dolomitenstraße", auf dem Weg dorthin machte ich Halt in Meran, wandelte ein wenig durch die Stadt und vor allem längs der Passer auf der Winter- und dann zurück am anderen Ufer an der Sommerpromenade entlang. Alles wunderschön, zur Kur nach Meran nur, wenn man sich die übermäßig vielen Tagesgäste (mich eingeschlossen) wegdenkt. Die Strecke bis Bozen verlief auf Schnellstraßen, hier beginnt dann die Dolomitenstraße. Gut ausgebaut, tatsächlich viele Kehren mit herrlichen Ausblicken in die Berge. Am frühen Nachmittag erreichte ich den Karersee mit üppigen Park- und Stellplatzpreisen, zu denen es aber kaum Altenativen gibt. Den See konnte ich zu Fuß umrunden, der Ausblick auf die schroffen Dolomitenzinnen des Latemar-Gebirgszuges entschädigten mich aber.

617. September 2026
Karersee - Cortina d'Ampezzo
 
87 km

Morgens hing die ganze Gegend total in den Wolken, Zinnen und See nicht zu sehen. Gegen Mittag klarte es auf. Noch ein kuzer Gang über die angrenzende Stahlhängebrücke über eine Schlucht, dann kannte der Zahlautomat den Wohnmobiltarif nicht und 10 € waren eingespart. Auf zur zweiten Etappe der Dolomitenstraße. Die Strecke wurde noch serpentinenreicher, es ging hinauf auf über 2.200 m, gelegentlich lugten auch die Gipfel aus den Wolken. In Cortina d'Ampezzo habe ich schließlich einen Campingplatz angesteuert - das Freistehen in dieser Übertourismusgegend ist eher nicht möglich. Insgesamt ein herrlicher Passstraßentag.

718. September 2026
Cortina d'Ampezzo - Kötschach
 
124 km

Auf dem Campingplatz - von Dauercampern geprägt - alles schön entsorgt, dann zum Parkplatz Dreizinnenblick. Den gab es dann auch, mit etwas Glück sogar fast ohne Wolken. Die Drei Zinnen zeigen hier ihre Nordwand, die Infotafel zählt Klettertouren bis Schwierigkeitsgrad 11 auf, das ist wohl ziemlich schwer. Auf die noch berühmtere (mit Tiktok-Hype) Südansicht habe ich angesichts von 60 € Maut verzichtet. Ein Stück noch Richtung Norden, wieder nach Österreich, bog ich auf die B111 ab, die das Gailtal durchzieht. Schöne, kurvenreiche Strecke bis zum Abzweig an den Klapfsee. Die folgende Schotterstrecke habe ich wieder aus dem Offroad-Atlas, Route AT 2. Sie endet am mit Gatter als Schutz vor Kühen und Pferden, die hier frei weiden, ausgestattetem Parkplatz am See mit schönen Ausblicken in die Karnischen Alpen, die Österreich und Italien trennen. Übernachten ist nicht erlaubt, so fuhr ich die B111 noch bis zu einem sehr schönen Stellpatz direkt an der Gail, alpine Wetterwechsel inklusive. Erst Sonnenschein, dann krachendes Gewitter, dann wieder Sonne.

819. September 2026
Kötschach - Venzone
 
107 km

Einkaufen, Tanken und zum Einstiegspunkt der Route AT 8, ab hier schöne, aber steile Schotterstrecke durch die bewaldeten Karnischen Alpen mit einigen Motorradfahrern und vielen MTB-Enthusiasten. Ab der Steiniger Alm geht es dann auf der IT 5 über den Passo Polentin bis hinunter nach Italien - theoretisch. Es türmen sich wegen Bauarbeiten an der Strecke aber hohe Splitberge auf, nur Zweiräder kommen da aktuell durch. Also zurück zur Bundesstraße und ein Stück weiter östlich zur asphaltierten Strecke, die landschaftlich aber auch sehr schön ist über den wenig befahrenen Nassfeldpass nach Friaul führt. Ortschilder hier in italienisch und friaulisch. Der Stellplatz in Venzone liegt direkt neben der erhaltenen Stadtmauer, die Stadt selbst wurde 1976 durch ein Erdbeben fast völlig zerstört und, unter Verwendung von Originalmauerwerk, wieder aufgebaut. Die Stadt sieht mitteralterlich aus, wenn man es nicht weiß, erkennt man kaum, dass es im Grunde Neubauten sind. Abends Kartoffel-Halloumi-Auflauf.

920. September 2026
Venzone - Santa Maria
 
131 km

Noch einmal in die Berge: Die IT 16 versprach 20 % Steigung und viele Haarnadelkurven. Bis dahin ungewohnt flache Stecke bis zum Abzweig, asphaltiert, aber wirklich steil und kurvig. Mit dem Untersetzungsgetriebe begann eine vergnügliche Fahrt, bevor es auf einer anderen Straße, ebenfalls asphaltiert, wieder hinunterging. Die Verbindung zwischen beiden hatte es allerdings in sich: zwei schmale Streifen mit Schotter, extrem enge und zugleich scharfe Kurven, ui ui ui. Zum Fotos knipsen kam ich da nicht. Mein Offroad-Atlas endet hier, das waren also die Möglichkeiten, Allrad und Untersetzung mal ordentlich auszuprobieren.

1021. September 2026
Santa Maria - Treviso - Chioggia
 
141 km
  
6 km

Erster Stopp heute: Treviso. Schöne, reiche venezianische Stadt mit lohnendem Stadtbummel. Das Wahrzeichen ist der merkwürdige Brunnen, aus dem der Legende zufolge bei Amtsantritt eines neuen Bürgermeisters rechts und links jeweils mehrere Tage lang Rot- bzw. Weißwein geflossen sein soll. Später dann bis Chioggia, guter Stellplatz, etwas gedrängt, mit mir als einzigem Farbklecks zwischen der Weißware. Zum Altstadtbummel habe ich das E-Bike genommen - ist aber nur ein Bike, Batterieladung und Leistungsstufen werden zwar angezeigt, eine Kraftübertagung findet aber nicht statt. Die Stadt ist sehr übersichtlich, es gibt eine sehr schöne Bausubstanz, einige Kanäle und Brücken - eine Art Mini-Venedig.

1122. September 2026
Chioggia ​  ​  Venedig     Chioggia
 
    
​6 km

Tagesausflug nach Venedig: Mit dem Fahrrad zum Fähranleger in Chioggia. Von hier geht's weiter mit der Linie 11, erst als Vaporetto bis zur langen, dünnen Insel Pellestrina, dort umsteigen in den gestopft vollen Bus der Linie 11 bis zum Anleger nach Lido, auf die Autofähre und weiter den Lido bis zum großen Anleger mit den Vaporetti nach Venedig. Linie 1 bis Dorsoduro. Hier habe ich einen ausgedenten Spaziergang durch das Viertel unternommen, mit schönen Ausblicken hinüber zum Markusplatz und kleinen, ruhigen Plätzen im Zentrum. Weiter habe ich mich durch den Canal Grande schippern lassen und das nächste Boot nach Murano genommen. Hier war es überlaufener als gehofft. Viele Auslagen der Glaskunst, ein einfacherer, ziemlich einheitlicher Baustil, auf jeden Fall lohnend. Zurück in Venedig dann mit einer anderen Linie zum Lido und die Bus-Boot-Kombi nach Chioggia, alles mit einer Tageskarte zu bewältigen. So vergingen acht angenehme Stunden, am Abend bin ich noch mit meinen beiden Nachbarn nett ins Gespräch gekommen.

1223. September 2026
Chioggia - Isola della Donzella
 
86 km

Beim Morgenspaziergang am Strand konnte ich die Füße ins Meer halten, dann ein kurzer Check am Fahrrad, und es stellte sich heraus, dass nur eine Steckverbindung zum Motor lose war, jetzt ist es wieder ein E-Bike. Bei Lidl eingekauft - ist vom Angebot her durchaus ein italienischer Supermarkt, dann ins Podelta mit seinen Reisfeldern. Die Sonne - und später auch der Mond - spiegeln sich wunderschön im Meer, es geht auf kleinen Sträßchen an Dämmen entlang. Der erste Stellplatz hatte kein Internet, am zweiten stand ich dann direkt neben dem Crocefisso dei Pescatori, gewissermaßen also bewacht.

1324. September 2026
Isola della Donzella - Comacchio
 
59 km

Bei Sonnenaufgang konnte ich noch die Angler beobachten, später fuhr ich bis Comacchio. Nach Venedig und Chioggia schon die dritte Stadt, die von Kanälen durchzogen ist. Am auffälligsten sind die Backsteinbrücken, die teils mehrer Kanäle gleichzeitig überqueren. Abends dann Fußball mit dem Einstands-Unentschieden unseres neuen Bundestrainers.

1425. September 2026
Comacchio
 
  
​54 km

Da das E-Bike ja wieder funktioniert, fuhr ich heute einmal um die Valli di Comacchio, also das Gebiet bestehend aus mehreren Lagunenbecken. Sie werden für die Fischzucht genutzt und haben heute keine Verbindung zum Meer. Ein Teil der Strecke führt auf einem schmalen Damm mittendurch, auch eine kleine Fähre lag an der Strecke. Teils asphaliert, meist aber auf Schotterstrecke mit schönsten Ausblicken und sogar Flamingos gab es zu sehen. Abkürzen geht nicht, nach 54 Kilometern war ich dann trotz Elektroantrieb ganz schön kaputt. Aber schön.

1526. September 2026
Comacchio - San Marino
 
147 km

Erster Stopp heute bei Decathlon, es gab neue Fahrradhandschuhe mit Gelpolstern. Anschließend ein Stadtbummel durch Faenza, gar nicht touristisch ausgerichtet, sehr erholsam. Durch die Berge hinauf nach San Marino, Stellplatz weiter südlich als 2017, dafür kostenlos. Die Besichtigungsrunde ging erst bis zu den Aufzügen hinauf in die Altstadt bis zum ersten Turm, um dann weiter zum zweiten. Bis hier viel Tagestourismus, dann wurde es ruhiger, der Weg schmaler und ab dem dritten Turm wurde es schmal, steinig und ich hatte den Weg fast für mich allein.

1627. September 2026
San Marino - Arcevia
 
113 km

Nachdem ich San Marino wieder verlassen hatte, ging es weiter durch die Region Marken. In Urbino konnte ich zuerst von der Festung den Blick auf die schöne Stadt in den Bergen geniessen, weiter unten parkte ich nocheinmal, um einen Stadtbummel zu unternehmen. Nach ruhiger Fahrt durch die Landschaft noch bis zum Stellplatz in Arcevia.

1728. September 2026
Arcevia - Montappone
 
 120 km

Eine Tropfsteinhöhle liegt unweit des Übernachtungsplatzes. Gestern abend noch gebucht, vom Parkplatz aus geht ein Shuttlebus bis zu einem Tunnel, der dann in die erste Höhle mit gewaltiger Höhe führt. Ganz oben sieht man ein kleines Loch mit Tageslichteintritt, hier wurde das Höhlensystem 1971 wiedermal ganz zufällig von Jugendlichen entdeckt. Heute ist die Höhle mit Laufstegen gut erschlossen, gruppenweise mit Führung in sehr italienischem Englisch kann man ca. einen Kilometer weit hinein und auf gleichem Wege wieder zurück gehen. Eine Schattenhexe und einen Weihnachtsmann gab es auch zu sehen.

Die anschließende Stellplatzsuche war ungewohnt langwierig. Entweder Baustelle, schon belegt, mitten im Wohngebiet oder kein Internetempfang. Schließlich sehr schönen Gemeindeplatz mit V&E und sogar Gratis-Strom gefunden. Auf der Anfahrt dorthin standen die ersten Olivenbäume. Jetzt bin ich wohl im Süden.

1829. September 2026
Montappone - San Vito Chietino
 
 188 km

Ein längerer Fahrtag führte mich heute hinaus aus dem Apennin hinab ans Meer. Der Stellplatz liegt zwar in der Nähe der Radweges, den ich für morgen vorgesehen habe. Ein Abendspaziergang zeigte jedoch, dass ich da moregn noch einmal umparken werde.

1930. September 2026
San Vito Chietino - Termoli
 
85 km
  
39 km

Vom neuen Parkplatz aus kam ich direkt an den Radweg Costa dei Trabocchi. Er führt direkt an der Adria entlang auf der Trasse einer früheren Eisenbahnstrecke, mit Tunneln und Viadukten, auch einzelne Bahnhöfe sind noch zu erkennen. Die namensgebenden Trabocchi sind zum Fischfang errichtete Pfahlbauten, die in der Regel heutzutage zu Restaurants umgewidmet sind. Der Radweg selbst mit drei Spuren für Fußgänger und Räder mit Ausblicken auf die Kiessandstrände und natürlich den Trabocchi. Hin und zurück war ich etwa 40 Kilometer unterwegs, kaum Steigungen in fast konstanten 25 km/h. Handschuhe haben sich auch bewährt.

Weiterfahrt bis Termoli, sehr schöner Adriaort, in dem in der Nachsaison vor allem inländische Menschen Urlaub machen und die Altstadt bevölkern.

201. Oktober 2026
Termoli - Vieste
 
139 km

Auf dem Weg nach Vieste, das in Gargano, also auf dem "Sporn" des italienischen Stiefels liegt, erst zügig auf geraden Strecken, dann, auf der Halbinsel angekommen, ging es unerwartet steil und kurvig hinunter ans Meer. Statt Bummel durch den Ort habe ich lieber gefaulenzt bzw. Kommentare auf das Vancheck-Video beantwortet. Mein Respekt vor den Youtubern, die das hauptberuflich machen, steigt noch einmal enorm an.

212. Oktober 2026
Vieste
 

Am Vormittag war ich bei meinen Stellplatznachbarn zum Kaffee. Sehr nettes Paar, unterwegs in einem 1989er Hymer im Originalzustand - ganz entzückend. Sie hatten schon zuvor meine Reise hierher im Blog verfolgt - den Türaufklebern sei dank - und waren bestens informiert.

Am späteren Nachmittag bummelte ich durch die Stadt - es gibt viele schöne Orte in Italien, aber Vieste mit seiner Sandsteinarchitektur sticht schon sehr heraus. Nächste Woche gibt es Absperrungen wegen Filmaufnahmen. Entsteht hier der neue Bond?

223. Oktober 2026
Vieste - Monte Sant'Angelo
 
57 km

Vom Meer bin ich heute wieder hinauf in die Berge, aber weiterhin in Gargano bis zu einem Bergdorf, das wie einige zuvor bereiste, zu den "Borghi più belli d'Italia", also den schönsten Orten in Italien gehört. Auf dem Stellplatz - nicht ganz sauber - blicke ich in die eine Richtung hinab bis ans Meer, die andere Seite zeigt die Silhouette des Dorfs. Sehr hübsch.

234. Oktober 2026
Monte Sant'Angelo
 

Vom Stellplatz aus sieht der Ort sonntäglich verschlafen aus. Auf zur Stadtbesichtigung: Die Touristendichte hat venezianische Ausmaße, nur, dass hier fast ausschließlich Inlandstourismus anzutreffen ist. Der Busparkplatz sehr gut gefüllt, die Straßen ebenso. Dem Erzengel Michael ist hie eine Wallfahrtskirche geweiht. Die Inschrift verheißt, dass denjenigen, die die Grottenkirche betreten, sämtliche Sünden vergeben werden. Da wundert der Andrang nicht. 

Die Bauten des Ortes sind wiedereinmal wunderschön, das ganze Ensemble ist erneut ein Traum. Lokale Spezialitäten, wie Käse, Salami und ein recht rustikales Brot, was aber dennoch aus Weizen besteht und die Ostie Ripiene, aus zwischen zwei Hostien mit viel Zucker und Zimt verklebten Mandeln bestehend, konnte ich erwerben.

245. Oktober 2026
Monte Sant'Angelo - Castel del Monte
 
123 km

Weiterfahrt durch das abwechslungsreiche Apulien. Erst Lagunenlandschaft mit Flamingos, dann wieder in die Berge zu einem seltsamen Gebäude, dem Castel del Monte. Besichtigung dann morgen, Stellplatz mit V&E.

256. Oktober 2026
Castel del Monte - Matera
 
81 km

Vormittags der Schlossbesuch mit Anreise per Shuttlebus zum Eingang: Im 13. Jh. hat Friedrich II. hier ein vollständig oktogonales Gebäue errichtet, das er "castrum" - Burg - nannte, obwohl es keinerlei Wehrbefestigungen aufweist. Gewohnt hat hier vermutlich nie jemand, alles im Ungewissen, vielleicht ein Jagdschloss. Später zerfiel es, der Marmor wurde für ein andres Schloss verwendet, im 19. Jh. dann die Restaurierung. Schöne Lage, schönes Gebäude. Rückwg durch den Kiefernwald.

Der nächste Stopp in Apulien: Matera. Ganz einzigartig, die Wohnungen der ärmeren Schichten sind in deine Schlucht hineingeschlagen. Ein Teil ist heute restauriert, Pensionen, Restaurants, Läden etc. Am zerfalleneren Teil wird weiter restauriert.

Auf dem Übernachtungsparkplatz wieder netter Nachbarschaftskontakt.

267. Oktober 2026
Matera - Alberobello - Cisternino
 
95 km

Im Land der Trulli: runde weiße Häuser mit Dächern aus lose aufgeschichteten Steinen. Die größe Siedlung dieserart ist Alberobello mit reichlich Übertourismus. War zu erwarten, trotzdem einen Stopp wert. Die Bauweise hatte Steuerspargründe: Solange die Steine nicht verfugt sind, ist das Haus nicht fertig und die Steuern fallen noch nicht an.

Übernachtungsmöglichkeiten gibt es in Alberobello nicht so, also noch bis zum nächsten Ort - Cisternino.

278. Oktober 2026
Cisternino - Ostuni - Torre Rossa
 
51 km

Vor der Stadtbesichtigung hatte ich einen Videocall-Termin mit PaulCamper. Sie fragten an, ob ich Interesse an einem Videodreh zum Thema Vermietung habe. Nachdem das bei Freundship so viel Freude gemacht hat, bekundete ich mein Interesse. Der Termin ist erstmal geplatzt, da die Mitarbeiterin den Termin verpeilt hat. Am frühen Nachmittag gibt es einen neuen Versuch. Also doch erstmal in den Ort, der wieder zur Liste der "schönsten Italiens" gehört.

Die verbleibende Zeit bis dahin konnte ich sehr gut nutzen und fuhr noch bis zur nächsten Attraktion Ostuni. Dort ging ich in den direkt am Parkplatz gelegenen Waschsalon. Der zweite Videocall-Versuch klappte, wir unterhielten uns ein Viertelstündchen. Sie brauchen  aber nur drei Leute, also abwarten, ob's klappt. Ostuni besicht durch sein geschlossenes Stadtensemble mit weiß getünchten Häusern. Einiges steht zum Verkauf, da Engel & Völkers hier vertreten ist, kann man sich ausdenken, dass eine volle Brieftasche empfohlen ist.

Übernachten wollte ich am Meer, der erste, sehr schöne Platz, hatte aber kein Netz. Der zweite hatte auch Meerblick, sehr schön. Es zog dann ein kräftiges Gewitter auf, laut war's.

289. Oktober 2026
Torre Rossa - Lago Sirino
 
244 km

Auch nachts setzte sich dieses Gewitterwetter fort. Und das wohl im gesamten Salento, also dem "Stiefelabsatz". In den nächsten Tagen soll es auch so weitergehen. Deshalb habe ich die Reisepläne geändert und mache mich auf den Weg zur Westküste. Dort soll es immerhin nur wechselhaft werden. Auf Schnellstraßen ging es deshalb immer nach Westen bis zu einem Gemeindestellplatz am See. Bei Ankunft Regen, Abendspaziergang rund um den See.

2910. Oktober 2026
Lago Sirino
 

Verregneter Tag, genutzt zum Putzen, Lesen, Youtuben, Musik hören.

3011. Oktober 2026
Lago Sirino - Fiumicello
 
53 km

Aus den Bergen geht es mit einem Blick auf Rivello hinab an die Westküste, dem Tyrrhenischen Meer. Schroffe Klippen erwarten mich, türkisblaues Wasser und Ausblicke ... Die SS 18 Tirrenia schlängelt sich die Küste entlang, nach Felsabbrüchen ist sie teils nur noch einspurig befahrbar. Auf dem heutigen Abschnitt gab es 2021 eine James-Bond-Verfolgungsfahrt im Aston Martin - keine Zeit zu sterben. Endpunkt dann im Orteil Fiumicello von Maratea, Stellplatz mit Blick aufs Meer.

3112. Oktober 2026
Fiumicello - Vibo Marina
 
188 km

Weiter Richtung Sizilien, heute entlang der SS18 bis zum Stellplatz direkt am Meer mit etwas zerzausten Fächerpalmen. Nach der E-Mail von PaulCamper, in der meine Teilnahme am Videodreh Ende November bestätigt wurde, habe ich Restreiseplanung betrieben und einen schönen Strandspaziergang gemacht. Abends, wie angekündigt, Regen.

3213. Oktober 2026
Vibo Marina  Pizzo  Vibo Marina
 
  
17 km

Nach Frühstück unter Palmen und Meerblick mit dem Fahrrad ins benachbarte Pizzo. Am Hang zum Meer hin gelegen, traumhafte Lage, der nächste schönste Ort, herrlich.

3314. Oktober 2026
Vibo Marina - Tropea - Donna Ca'
 
 43 km

Auf dem Weg nach Sizilien zunächst ein Stopp am Bahnhofsparkplatz von Tropea, gefunden mit Stayfree. Die Stadt steht an steilen Hängen über dem Meer, fantastische Ausblicke inklusive. Über viele Treppenstufen geht es hinab zum Strand und an anderer Stelle wieder hinauf. Unfassbar schön, was natürlich viele andere Reisende auch geniessen wollen ...

Die Anfahrt zum Stellplatz war zwar asphaltiert, weist aber Gefälle von 30 % auf, die ich morgen wieder hoch muss. Ich stand direkt am Wasser mit Sonnenuntergang im Schiebetürenblick. Am Horizont die Liparischen Inseln, Stromboli und der Ätna. Wahnsinn. Mit meinem Stellplatznachbarn habe ich nett geplaudert. Mückenstiche gab's auch reichlich.

3415. Oktober 2026
Donna Ca' - Villa San Giovanni  Messina - Francavilla di Sicilia
 
165 km

Duch die steilen, schmalen Wege mit 10 km/h wieder hinauf und später auf der Autobahn mit 100 km/h bis zum Fährhafen nach Sizilien. Die langsamere und nur stündlich verkehrende Fähre von Bluferries hatte 15 Minuten Verspätung, ist aber 20 € billiger und brauchte nur 30 statt der im Fahrplan angegebenen 50 Minuten. An Bord konnte ich das Auto von oben sehen und staunte nicht schlecht, dort eine Ratsche liegen zu sehen! Mysteriös! 

Jetzt also Sizilien. Aber zunächst weg aus Messina die Küste entlang. Am Fischerparkplatz erstmal sortiert. Die sizilianische Herbstsonne brennt erbarmungslos auf das Autodach. Die nächsten zwei Tage soll es noch ziemlich wolkenlos sein, also steht der Ätnabesuch an. In den Bergen angenehm kühl, der Stellplatz liegt am breiten Flussbettufer, Wasser führt der Fluss nicht. Aber Frischwasser aus der Leitung gibt es. Und Ätnablick! Noch die Ratsche vom Dach gefischt, sie gehört mir gar nicht?! 

3516. Oktober 2026
Francavilla di Sicilia - Refugio Sapienza    Ätna     Refugio Sapienza - Catania
 
108 km

Früh auf den Weg gemacht, war ich serpentinenreich um 9 Uhr von Norden kommend am Parkplatz der Gondelbahn auf den Ätna. Das "3.000-m-Paket" beinhaltet die Gondelfahrt, den anschließenden 4x4-Bus weiter hinauf auf 2.8000 m, dort werden kleine Gruppen gebildet und Franco geleitet uns durch die frische Vulkanasche durchs Gebiet bis auf 3.000 m. Zwischendurch gibt es Blicke in mehrere Nebenkrater und Ausblicke auf den wolkenlos dastehenden Hauptkrater. Wenn er trotzdem nicht immer zu sehen ist, dann hat er sich in eine eigene Aschewolke gehüllt. Die bekommt man bei starkem Wind auch mal ab, wie kleine Nadelstiche im Gesicht. Zum Schluss sieht man noch die tiefschwarze Spur der letzten Lavaströme vom Herbst 2025. Tolle Angelegenheit das Ganze. Drei Stunden später und 99 € inkl. Parken ärmer war ich wieder am Parkplatz. Abreise dann nach Süden bis IKEA Catania, hier gab es noch eine neue Fußmatte. Essengehen fiel aus, das Restaurant hat zwischen 15 und 19 Uhr geschlossen! 

3617. Oktober 2026
​Catania - Syrakus/Siracusa - Noto
 
103 km

Auf der Autobahn nach Süden gab es, wie so oft in Italien, die V&E-Station und das erste Ziel Syrakus war schnell erreicht. Vom Parkplatz ging es durch die Neustadt bis zum Archäologischen Park, die ersten "umgefallenen Steine" auf dieser Reise - das wurde ja auch mal Zeit! Im Mittelpunkt das Teatro Greco, das umrundet, aber nicht betreten werden darf. Hinter den oberern Rängen gibt es eine große Freifläche mit in den Fels gehauenene Höhlen, vermutlich zur Entspannung und Verköstigung in den Aufführungspausen. In der Mitte der mit Orchester bezeichnete Teil. Hier stand einst ein Dionysos-Altar, um für die gute (Wein-)Ernte zu bitten, noch vor der Erfindung der klassischen griechischen Tragödie, die hier ihren Ursprung genommen haben soll. In römischer Zeit spielte die halbkreisförmige Anlage eine untergeordnete Rolle, es wurde daneben ein neues, ovales römisches Theater errichtet. Beide dienten später als Steinbruch für den Aufbau der Stadt. Auf dem Gelände sind noch weitere Sehenswürdigkeiten wie "das Ohr des Dionysos", eine künstliche Höhle zur Seilproduktion und das Grab des Archimedes zu sehen. Auf dem Rückweg kam ich noch an der modernen Beton-Basilika vorbei und entschied mich statt - per Fahrrad - in die Altstadt zu fahren, mich weiter nach Noto zu bewegen.

Noto wurde 1693 durch ein Erdbeben völlkommen zerstört. Der reiche Adel errichtete die Stadt im Barockstil ganz neu. Noto gilt als prunkvollste Barockstadt Siziliens, das ist glaubhaft, wie die Bilder zeigen, Paläste und Kirchen über und über. Stellplatz vor der Stadt. Von hier aus die Fähre für Sonntag nach Malta gebucht.

3718. Oktober 2026
Noto - Pozzallo   Valletta/Il-Belt - Gżira
 
44 km

3 Minuten vom Hafen fand ich einen Platz, auf dem ich auf die Fähre am Abend wartete, einschiffen konnte ich als einziger Camper an Bord zusammen mit zwei Lieferwagen erst fast am Schluss. Von 18 bis 20 Uhr ging die Überfahrt, dann das Einreiseprozedere. Die Fahrzeugkontrolle verlief eher wie eine Roomtour, bis zu acht Leute von Polizei und Zoll interessierten sich gleichzeitig für den Ausbau und lobten die professionelle Ausführung mehrfach! Schließlich wünschten mir alle einen angenehmen Aufenthalt. Am Jachthafen fand ich einen Platz, von dem aus ich morgen früh erstmal einen Gang zum nahegelegenen Optiker antreten werde. Bei meiner Brille ist das Nasenpad abgebrochen, ich trage schon den halben Tag meine alte Brille - alles etwas unscharf.

38Oktober 2026
Gżira
 
​

Nur wenige Gehminuen vom Stellplatz entfernt ging ich zu O'hea Opticians. Die Optikerin bot an, den ganzen Mittelsteg zu erneuern, aber die passende Farbe hätte sie nicht. Da das Gestell meiner alten Brille noch top in Schuss ist und die Bohrungen passen, nahm sie meinen Vorschlag an, das Ganze auszutauschen. Nach zwei Stunden erhielt ich den Anruf, dass die Brille fertig sei. Jetzt habe ich meine alte Titan-Fassung und die neueren Gläser in einer wunderbaren Brille, die im Grunde schöner ist als alles zuvor. Gleichzeitig konnte ich den etwas verregneten Vormittag gut aussitzen.

​Oktober 2026
Malta ​  Gozo   Malta
 
​
4425. Oktober 2026
Valletta   Pozzallo
 

​Oktober 2026
Sizilien
 
​
​Oktober 2026
Palermo   Neapel
 
​
​Oktober bis November 2026
Italien
 
​
​November 2026
Österreich
 
​
​November 2026
Deutschland
 
​

Dieselpreise

​​​​​Deutschland​

2,31 €
2,26 €

Österreich

​

2,29 €
2,16 €

Samnaun/CH

1,66 CHF

1,76 €

San Marino

​​​​​​

2,19 €

Italien

​​​​​

2,18 €
2,23 €

Malta

​

1,21 €

Tschechien

47,74 CZK

1,96 €

Stand: 12.10.2026 globalpetrolprices.com

Kilometer
Auto


Fahrrad


4.257 km
115 km/Tag
112 km

Diesel

(für Motor und Heizung)

491 l
1002 €
2,04 €/l
10,5 l/100 km

Fähren

Maut

Nahverkehr

433 €

- €

27 €

Parken

48 €

Übernachtungen

118 €
3 €/Nacht

Kultur

131 €

Gesamtausgaben

1.759 €

Solarertrag​

7.500 Wh

390 Wh/Tag

Stand: 18.10.2026