2026/Island

April in Island

1Mi, 25. März 2026
Berlin - Neustadt-Glewe
 
220 km

Auf zur zweiten Reise mit der Allrad-BOX. Heizung neu, Reifenventile neu, Frischwasserpumpe gestern noch neu - jetzt sollte alles in Ordnung sein.

Nach dem Kaffee am Nachmittag ging es los, erstmal bis zu einem Parkplatz nahe einer Seniorenresidenz, wie passend.

2Do, 26. März 2026
Neustadt-Glewe - Vester Vedsted
 
400 km

Heute früh kam die schon erwartete SMS von Smyril Line: Aufgrund der Witterungsbedingungen verschiebt sich die Abfahrt von Sonntag um 23 Stunden auf Montag. Im Osten Islands schneit und stürmt es schon seit Tagen, die Strecke von der Ringstraße zum Hafen in Seyðisfjörður ist zzt. gesperrt, das Sturmtief zieht aber langsam Richtung Norwegen.

Also ein Tag mehr für Dänemark, heute zunächst bis Süderlügum zum Tanken, dann über die Grenze nach Tønder mit kleinem Stadtbummel und weiter bis zum Autostrand auf Rømø. Schon gut was los trotz Nebensaison, ich habe ein paar Stunden die Aussicht über den Strand auf die Nordsee genossen und bin zum Übernachten noch eine halbe Stunde weiter bis zum Parkplatz am Ebbevej nach Mandø. Hier war ich schon 2021. Außer mir niemand weiter da, Blick auf die See. Schön.

3Fr, 27. März 2026
Vester Vedsted - Grærup Strand
92 km

Nicht weit vom Stellplatz liegt Ribe, die älteste dänische Stadt. Sie ist äußerst sehenswert, ich schlenderte ein wenig umher. Der Ort erwachte gerade, eine Mütze habe ich nicht bekommen.

Anders die Stadt Esbjerg, sehr modern, etwas unpersönlich, aber sauber, sauber. Auch keine Mütze. Nach dem obligatorischen Besuch der "Männer am Meer" (siehe 1998* und 2021) ging es zum nächsten Autostrand in Vejers Strand. Auch hier genoss ich ein paar Stunden den Blick auf die See. Es war recht stürmisch, so hielt es mich nicht allzu lange draußen. Zum ablendlichen Stellplatz durchfuhr ich ein Militärgebiet, bei allen noch verbliebenen, jetzt unbewohnten Häusern sind Fenster und Türen mit schwarz gestrichenen Holzplatten verschlossen, sehr gespenstisch. Abends setzte Regen ein. 

4Sa, 28. März 2026
Grærup Strand - Brønderslev
274 km

Heute strahlte die Sonne den ganzen lieben Tag, auch wenn es noch ganz schön kalt ist. Richtung Norden, noch an einer V&E-Station vorbei zum dritten Autostrand, diesmal ging es fast 20 Kilometer am Strand entlang, cool. Passiert ist heute aber nicht so viel.

5 So, 29. März 2026
Brønderslev - Tversted
134 km

An diesem Bonus-Tag in Dänemark fuhr ich mal an die Ostseeseite Jütlands nach Sæby. Ein nettes kleines Städtchen mit Parkplatz bei SuperBrugsen. Hier konnte ich noch ein paar Einkäufe machen und bin dann zum Hafen. Zu sehen gibt es die Fruen fra Havet. Eine Frau, janusköpfig mit zwei Gesichtern, quasi Jana. Eingelassen sind unzählige Miniaturen von Kindern aus dem Ort, nettes Kunstwerk. Dann kam ein ordentlicher Schauer herunter und so blieb der Besuch recht kurz. Nächste Station: Skagen. Beim letzten Besuch 2021 dranvorbei zum nördlichsten Punkt Jütlands, habe ich mich diesmal dem Ort zugewandt. Meist blassgelb getünchte Häuser, ein schönes Stadtensemble, die Sonne schien auch. Mütze gäbe es, bei über 40 € dann doch nicht.

Mein Stellplatz, ein schöner Waldparkplatz, liegt 20 Minuten vor dem Fährhafen. Dann habe ich es morgen nicht mehr weit. 

6Mo, 30. März 2026
Tversted - Hirtshals
 
20 km

Fahrplan

Hafen alter Plan neuer Plan Ist

Hirtshals ab

So, 15:00

Mo, 14:00

Mo, 14:00

Tórshavn an

Di, 07:30

Di, 23:59

Di, 23:00

Tórshavn ab

Di, 13:00

Mi, 01:00

Di, 23:59

Seyðisfjörður an

Mi, 09:00

Mi, 21:00

Mi, 17:00

Check-in 11:00, Abfahrt dann um 14 Uhr mit der M/S Norröna. Der Seegang war ganz ordentlich, aber ohne Magengrummeln. Vielleicht helfen die Reisetabletten ja tatsächlich. In der Kabine gibt es TV, auch mit Live-Kamera von der Brücke, abends dann ein Fußball-Länderspiel im Fernsehen.

7Di, 31. März 2026
Tórshavn  
 

Der Kapitän versprach, Zeit reinholen zu wollen, und so erreichten wir die Färöer-Inseln eine Stunde früher. Es war mitten in  der Nacht, Aufenthalt nur kurz, ein kleiner Landgang war nicht möglich.

8Mi, 1. April 2026
 Seyðisfjörður - Egilsstaðir 
 
29 km

Nachts wieder ordentlich Seegang, tags dann strahend blauer Himmel und irgendwann tauchte dann das schneebedeckte Island auf. Die Norröna war sehr schnell unterwegs, 5 Uhr nachmittags nach Island-Zeit (-2 h ggü. Berlin) waren wir da. Ich bin gleich losgefahren bis Egilsstaðir an der Ringstraße auf den schmucklosen, aber sehr vollen Campingplatz. Jetzt kann ich in Ruhe Pläne für die nächsten Tage machen.

9Do, 2. April 2026
Egilsstaðir - Mývatn
 
225 km

Und das ist der Plan: Erst Einkaufen und Tanken, weiter ein Stück Ringstraße 1, dann nach Norden auf die Route 85 Richtung Vopnaförður und mal weitersehen. Vorher aber noch den Abstecher zum Stuðlagil Canyon. Dort angekommen lief ich dann mal so los zu den angelegten Wegen und Treppen, die einen phantastischen Ausblick in den Canyon bieten. Aber Stopp: Teilweise total vereist! So kehrte ich um, zog meine Spikes über und konnte trittsicher die schönen Aussichtspunkte erreichen! Oh, wie schön, dass ich die Spikes geschenkt bekommen habe!!!!

Nach vielem Auf und Ab und etwas aus der Puste erstmal Kaffeepause. Währenddessen zog ein kräftiger Sturm auf, zwar ohne Schneefall, die Sonne schien sogar, aber mit heftigen Schneeverwehungen. Also Planänderung: Auf die Route 85 mit unbekanntem Ziel wollte ich nun doch nicht, sondern Ringstraße bis zum nächsten - lt. Website - geöffneten Campingplatz an einer Stichstraße. Auf der Ringstraße, manch Mietwagenfahrer traute sich nur so 20 bis 30 km/h, die Sicht teils Null, schlich eine Kolonne so vor sich hin. Am Camp angekommen war alles verrammelt, wegen des Wetters doch noch nicht geöffnet! Also zurück zur Route 1 und weiter bis Mývatn. Hier stand ich nun auf dem Campsite, der Wind wackelte am Auto. Es zieht durch die Ritzen des Kastenwagens, aber die neue Heizung hält tapfer dagegen.

10Fr, 3. April 2026
Mývatn - Laugar
 
78 km

Rund um den Mývatn gibt es reichlich viel zu sehen, aber nicht alles ist heute erreichbar. Das Wetter am Vormittag gut, also los: Erster Stopp an der Dusche am Straßenrand, quasi das Wahrzeichen des Geothermiekraftwerks. Bei Frost läuft sie aber nicht und da hätte ich dann auch keine Lust zum Duschen gehabt. Aber das Foto ist gemacht.

Es sollte nun weitergehen zu einem Lavafeld. Die gestrigen starken Schneeverwehungen haben die Weiterfahrt aber unmöglich gemacht, es war noch nicht geräumt. Drei junge Leute auch China (zwei aus Shanghai, eine aus Taiwan) hatten es versucht und steckten im tiefen Schnee fest als ich dort ankam. Jetzt bewährte sich das neue Abschleppseil und der Allradantrieb, und der Mietwagen war wieder frei. Alle waren überschwänglich glücklich und wir wünschten uns weiterhin eine gute Reise.

Ganz in der Nähe gibt es eine weitere Attraktion: das Hochtemperaturfeld Hverir. Sündhaft teurer Parkplatz statt eines Eintrittsgeldes - so ist das wohl ansich in Island üblich - ging es über Stege und Wege durch das heiße Feld, Warnschilder sprechen von über 100 °C. Es gluckst, brodelt und dampft heftig, Schwefelduft liegt in der Luft. Sehr eindrücklich!

Jetzt noch zur Grjótagjá, einer Höhle, in der früher gebadet werden konnte, direkt auf dem Grabenbruch zwischen Europa und Nordamerika. Seitdem in den 1970ern in der Nähe Lava aufstieg ist das Wasser aber zu heiß. Es ist auch nichts weiter zu sehen. Ein Wagemutiger aus einer polnischen Reisegruppe versuchte noch mittels eines Abschleppseils und meiner Taschenlampe etwas zu sehen - das Seil jedoch war zu kurz. Eine lustige Aktion war es dennoch. Ich konnte noch mit je einem Bein in zwei Kontinenten stehen. 

An einer Stichstraße liegt der Parkplatz für den Krater Hverfjall. Ein mächtiges Teil, das auf 600 m Fußweg und 100 Höhenmetern erklommen werden kann. Aber trotz Spikes kehrte ich auf halber Strecke um, da die Entgegenkommenden beim Abstieg ständig ausrutschen und sich hinlegten. Danach war mir nicht.

Die Besichtigungen hätten noch weitergehen können, aber ich war schon recht satt und am Mittag setzte auch Schneefall ein. Da zog ich die Fahrt bis zum nächsten Campingplatz vor. Der Schneefall nahm dann auch noch zu und so war es genug für heute.
11Sa, 4. April 2026
Laugar - Akureyri
 
76 km

Das Wetter zieht mich weiter Richtung Westen. Aber nicht, ohne den nächsten spektakulären Stopp einzulegen: Goðafoss. Der halbkeisförmge Wasserfall ist jetzt im Winter auf seine Weise besonders eindrucksvoll. Er liegt auch direkt an der Ringstraße, also gut zu erreichen, anders als der 44 m hohe Dettifoss. Da ist die Zufahrt aktuell noch gesperrt.

Auf der Weiterfahrt nach Akureyri musste ich mich entscheiden: Mauttunnel oder Passstrecke, da letztere nicht gesperrt war, also über den Pass, gut befahrbar mit schönen Ausblicken auf den Fjord.

Akureyri ist hier das Versorgungszentrum, nicht sehr spektakulär, aber recht nett. Ein paar Einkäufe und Volltanken, dann ging es vor die Stadt auf den Campingplatz, heute mit Strom. Die Batterie wird während der kurzen Fahrten hier nicht ausreichend gefüllt, und auf dem Solarpanel liegt Schnee, an den ich nicht rankomme. Das Aufstellpanel lohnt auch nicht recht. Aus dem neuen Elektrokochtopf gab es dann eine leckere Bolognesesoße. 

12So, 5. April 2026
Akureyri - Varmahlíð
 
215 km

Heute Autowandern entlang der Küste, Richtung Norden am Fjord entlang. Der zeigte sich aber nicht und lag total im Nebel. Die im Reiseführer erwähnten Ausblicke auf die gegenüberliegenden Gipfel musste ich mir vorstellen, das Whale-Watching-Boot blieb im Hafen. Nach einigen ein- und zweispurigen Tunneln änderte sich das wie erhofft: klare Sicht und Sonnenschein, ein traumhafter Blick auf die schneeweißen Berge, nur unterbrochen vom schwarzen Asphaltband der Straße und auf der anderen Seite der tieftürkisfblaue Ozean.

Ein, zwei Kaffeepäuschen und 200 km später fuhr ich dann den schönsten aller Campingplätze an: Stellplatz direkt am Fluss, Island-Pferde-Koppel als Schiebetürblick am gegenüberliegenden Ufer, keine weiteren Gäste bei der Ankunft. Küche mit Waschmaschinen, Bad, heißer Pool - der Besitzer hat mal ein paar Meter tief gebohrt und es sprudelte Heißwasser aus der Erde! - alles inklusive, für 17 €. Hier werde ich die beiden Ostertage verbringen.

13Mo, 6. April 2026
Varmahlíð
 

An diesem sehr stürmischen Ostermontag habe ich eine Ruhetag mit Lesen, Planen, Youtuben eingelegt. Und herausgefunden, warum der GPS-Tracker nicht funktioniert: Er läuft über das 2G-Netz, das hat Island letztes Jahr aber bereits abgeschaltet. Nun ist das Diebstahlrisiko hier nahe Null, aber die Route wird halt nicht automatisch getrackt und ich muss mich händisch darum kümmern.

14Di, 7. April 2026
Varmahlíð - Hveravík
 
287 km

Wieder eine längere Etappe - meistens richte ich mich nach den Übernachtungsmöglichkeiten in der Wintersaison - in Richtung Westfjorde. Erst ein gutes Stück auf der Ringstraße, dann auf der 68 nach Norden. Teils Asphalt, nach einer Kaffeepause am Kirchenparkpatz dann im Wechsel mit löchriger Schotterpiste. Schnee liegt jetzt deutlich weniger, die Ausblicke auf die Fjordlandschaft sind herrlich und der Campingplatz am Ende hatte wieder einen schönen heißen Pool.

15Mi, 8. April 2026
Hveravík - Þingeyri
 
315 km

Die Attraktion des Ortes noch ein Stücker weiter die Straße hinauf ist der heiße Pool mit drei Becken und Eintritt, mitten im Dorf. Das Foto ist gemacht, aber dank der schönsten Pools auf den Campingplätzen konnte ich leichten Herzens verzichten. Es folgte eine lange Tour, teils für 10 km Luftlinie 80 km Strecke, entlag der Westfjorde. Ein Wasserfall und einige Aussichtspunkte später traf ich am Nachmittag an meinem neuen Platz ein, die drei angefahrenen davor waren nicht schön oder zu. Jetzt stehe ich auf einem Eisbrett direkt am Wasser, in der Hoffnung, da morgen wieder rauszukommen!

16Do, 9. April 2026
Þingeyri - Miðjanes
 
192 km

Weiter Richtung Süden. Die Westfjorde lasse ich nun hinter mir, der letzte Abstecher fiel wegen geschlossener Straße aus. Die Route 60 ist kurios: erst wunderbar ausgebaut mit langem breitem Tunnel, dann hoch in die Berge auf der übelsten Matschpiste bisher, Regen oder Schneetreiben und wieder hinunter ans Wasser. Die Fahrt war heute deshalb recht anstrengend. Am Nachmittag kam die Sonne dann aber auf einem sehr abgelegenen Platz noch heraus und ich hatte einen schönen Blick auf den Fjord. Abends gab's Raclette.

17Fr, 10. April 2026
Miðjanes - Fossatún
 
245 km

Die Besichtugungsausbeute von heute: nebst gigantischen Ausblicken auf Berge und Gletscher zwei Wasserfälle und eine kochend heiße Quelle. Dazu ging es erst nach Süden, dann soweit noch Osten ins Landesinnere, wie es zu dieser Jahreszeit eben geht: das Reykholtsdalur, das Rauchtal. Beim Hraunafossar strömt Wasser auf 700 m Länge direkt aus der erkalteten Lava in den darunter liegenden Fluss Hvitá, ein besonderes Schauspiel. Fußläufig entfernt stürzt der Barnafoss neun Meter laut und geräuschvoll hinunter. Wieder ein Stück westlich die Springquelle Deildartunguhver. Sie ist wohl sehr ergiebig, es zischt an mehren Stellen 100 °C heißes Wasser empor. Dabei wäre auch ein Thermalbad. Ich "begnüge" mich heute aber wiederum mit den heißen - na, ja, sagen wir im Vergleich warmen - Hot Pools der Unterkunft, ein Ferienareal mit Camping, diversen Hütten und Appartements.  

18Sa, 11. April 2026
Fossatún - Grundarfjörður
 
256 km

Die Geburtstagstour startete bei ansprechendem Wetterchen auf die Halbinsel Snæfellsnes und hatte Tanken und Einkaufen als ersten Punkt. Nächster Halt an den Basaltsäulen von Gerðuberg. Weiter ging es bis Ytri Tunga, ein Küstenabschnitt mit schroffem, schwarzen Lavagestein, auf dem sich eine Kolonie Seehunde räkelte. Hier musste ich ganz schön durch das Lavagestein kraxeln, um an die Tiere heranzukommen, was ich aber allemal gelohnt hat. Beim zweiten Stopp an einer extrem schmalen Schlucht bin ich jedoch trotz Spikes unter den Schuhen umgekehrt, das war mir zu rutschig. Schöne Ausblicke auf die Basaltküste mit Felsenbögen und den ersten brütenden Vögeln gab es am nächsten Aussichtspunkt, dann noch zwei malerische Felsnadeln, alles schon im Nationalpark gelegen. Die Straße führt hier im Halbkreis immer zwischen Küste und dem namensgebenden Berg hindurch, rechts und links liegen die Lavafelder, erkaltet und leicht bewachsen. Am späten Nachmittag war es dann am Campingplatz auch genug. Der städtische Platz ist günstig - vor allem wieder einmal mit dem Seniorenpreis - und bietet Blicke auf Meer und Berge.

19So, 12. April 2026
Grundarfjörður
 

Es kam ein schneidender Wind mit Schnee und Regen bei Temperaturen um 0 °C auf. Die gestern beschriebenen Ausblicke sind im Dunst verschwunden, ein Weiterfahren lohnt nicht und ein Ruhetag tut auch gut.

20Mo, 13. April 2026
Grundarfjörður - Hveragerði
 
242 km

Das Wetter weiterhin regnerisch, anfangs noch ein kurzer Blick auf den Kirkjufell, ein Berg, der zu den Wahrzeichen der Halbinsel Snæfellsnes zählt, dann aber auf der Ringstraße 1 erstmal an Reykjavík vorbei bis zum nächsten Platz, heute wieder mit Strom. 

21Di, 14. April 2026
Hveragerði - Grindavík
 
128 km

Ein paar hundert Meter neben dem Campingplatz raucht es seit einem Erdbeben 2008 aus der Erde und riecht stark nach Schwefel, da habe ich noch einen kurzen Stopp eingelegt. Das Tagesprogramm für heute: Südküste der Halbinsel Reykjanes. Am Parkplatz zum wunderschönen schwarzen Strand wurde ich vom "Lobster by the Sea" - Kunst - begrüßt, ein paar Holztreppenstufen hinunter dann der Meerzugang. Weiter westlich bis zur Strandakirkja. Viele Kirchen stehen auffällig weit von den Ortschaften entfernt, so auch diese. Die Fahrt ging weiter durch grün-schwarze Lavafelder, es sieht irre aus. Ein Abstecher ins Landesinnere ging bis zum Hochtemperaturgebiet Seltún. Ein kleiner See, erst 1999 nach einer Explosion entstanden, und viele heiße Dampfwolken durchziehen das bunte Steinareal. Noch ein Stück weiter ein schwarzer Strand am Lavasee und zurück an die Küstenstraße, am seit 2021 berühmten Vulkan Fagradalsfjall vorbei. Hier riss der Boden bis 2023 mehrmals auf und sorge dafür, dass Grindavík evakuiert wurde. Heute ist die Eruption vorbei, die Straße sind nagelneu und statt grün-schwarz dominiert hier schwarz. Dann bin ich spontan einem Sehenswürdigkeitenschild direkt bis zum Strand gefolgt. Die Piste nur 4x4-geeignet. Von der Sehenswürdigkeit - einer alten Fischersiedlung  - ist zwar kaum noch etwas zu erahnen, dafür stand ich am schönsten aller Parkplätze bisher in einer Mondlandschaft. Nach einer langen Pause kamen einige Pickups mit Einheimischen, die von hier zu einer mehrstündigen Wanderung aufbrachen. Ein Viertelstündchen weiter liegt Grindavík, gleich am Ortseingang sah ich noch Reste einer aufgebrochenen Straße, der Campingplatz dann gleich daneben. Ein Franzose mit Sohn und ich suchten ein wenig nach dem Bezahlweg herum, und kamen ins Gespräch. Die Reise ist das Geburtstagsgeschenk für den 16-Jährigen, er liebt die Kälte des Nordens und wandert gern. Vaters Kommentar: "I'm dead from hiking." Er schenkte mir noch seinen übriggebliegenen Comté, denn morgen fliegen sie heim.

22-36Mi, 15. bis Mi, 29. April 2026
Island
 

Rundreise

37Do, 30. April 2026
Seyðisfjörður
 

Fahrplan

Hafen alter Plan neuer Plan Ist

Seyðisfjörður ab

Do, 20:00

Tórshavn an

Fr, 16:00

Tórshavn ab

Fr, 20:00

Hirtshals an

So, 11:00

38Fr, 1. Mai 2026
Tórshavn
 

39Sa, 2. Mai 2026
 
 

40So, 3. Mai 2026
  Hirtshals - Berlin
 
833 km

Dieselpreise

Deutschland

ADAC

2,17 €

Dänemark

17,49 DKK

2,35 €

Island
GSMbensin

266,60 ISK

1,86 €
Kilometer
Auto


Fuß (bis 11.4.)

3.428 km
163 km/Tag
24 km

Diesel

(für Motor und Heizung)

445 l
878 €
1,97 €/l
12,0 l/100 km

Fähren

Maut

632 €

170 €

Parken/Kultur

39 €

Übernachtungen

233 €
12 €/Nacht

Gesamtausgaben

1.951 €

Solarertrag (bis 11.4.)

6.280 Wh

349 Wh/Tag

Stand: 14.04.2026